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Innovatives Bauwerk: Klassenzimmer und Mensa auf vier Stockwerken 

Frankenpost vom 04.03.2026 (Matthias Bäumler)

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Das Marktredwitzer Schulzentrum entwickelt sich rasant weiter. Die Mittelschule und die städtische Dreifachturnhalle wachsen zusammen. 

Die Alexander-von-Humboldt-Mittelschule wächst und stößt bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Das 50 Jahre alte Gebäude ist nahezu ausgelastet. ,,Wir planen einen Anbau - und das sobald als möglich", sagt Oberbürgermeister Oliver Weigel. Die Vorbereitungen seien so gut wie abgeschlossen. Allerdings sei die Finanzierung, insbesondere die Förderzusage, noch nicht gesichert. Erst wenn diese vorliege, könne mit dem dringend notwendigen Bau begonnen werden. 
Wie die Pressestelle der Stadt Marktredwitz auf Nachfrage mitteilt, zeigen die Schülerzahlprognosen deutlich nach oben. Derzeit besuchen 470 Mädchen und Jungen in 24 Klassen die Mittelschule. Im kommenden Schuljahr rechnet die Stadt mit 522 Schülern in 26 Klassen, ein Jahr später bereits mit 543 Schülern in 27 Klassen. Für das Schuljahr 2029/30 werden 550 Schüler in 27 Klassen erwartet. Die Stadt Marktredwitz plant, den Erweiterungsbau mit der ebenfalls notwendigen Sanierung der angrenzenden städtischen Dreifachturnhalle zu verzahnen. Beide Projekte seien zentrale Bausteine im Masterplan Schulzentrum, erläutert Pressesprecherin Claudia Hiergeist.


Eine Mensa für die Mittelschüler 
Vorgesehen ist der Abbruch des südlichen Vorbaus der Sporthalle in Richtung Stadtmitte, .,An dessen Stelle entsteht ein viergeschossiger Erweiterungsbau mit einer Mensa im Erdgeschoss sowie Klassen- und Aufenthaltsräumen in den oberen Geschossen." Eine Brücke im ersten Obergeschoss verbindet den an die Sporthalle angedockten Neubau und das bereits bestehende Schulgebäude. Nach Angaben der Stadt setzt das Konzept auf eine nachhaltige Holz-Skelettbauweise . "Es gibt flexible Lernräume mit mobilen Trennwänden sowie eine enge funktionale Verzahnung von Mensa, Sporthalle und Unterrichtsbereichen." Ein Teil der begrünten Dachfläche solle zudem als zugänglicher Dachgarten gestaltet werden.


Nachhaltiger Ansatz 
Das Bauprojekt folgt einem nachhaltigen Ansatz. So teilt die Stadt mit „Der Eingriff in die bestehende Bausubstanz wird bewusst gering gehalten. Die Experten prüfen die vorhandenen Materialien daraufhin, ob sie in die Sanierung integriert werden können." Ziel sei eine flächensparende Erweiterung, die sich sensibel in das erweiterte Schulquartier einfügt und die städtebaulichen Entwicklungsziele der Stadt Marktredwitz unterstützt.


Noch sind die Jahnturnhallen notwendig 
Die Sanierung der städtischen Dreifachturnhalle beginnt nach der Eröffnung des Neubaus der Dreifachturnhalle des Landkreises. Dieser ist für die übrigen weiterführenden Schulen zuständig, deren Sportunterricht derzeit noch überwiegend in den weitgehend abgewirtschafteten Jahnhallen stattfindet Wie berichtet, will der Landkreis diese abreißen. Damit sollen die aus Gymnasium, Realschule, Berufsschule, FOS, BOS und Mittelschule bestehende Schullandschaft auch städtebaulich weiter zusammengeführt werden. Zurück zur Alexander-von-Humboldt-Mittelschule. Die Stadt Marktredwitz hat für den Erweiterungsbau bereits vor einiger Zeit einen beschränkten Realisierungswettbewerb ausgelobt. Den Zuschlag erhielt ein Entwurf des Büros Schürmann-Dettinger-Architekten aus München. Für die Gestaltung der Außenanlagen sind die Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten aus Bockhorn vorgesehen. Das Verfahren nach der Vergabeordnung laufe aber noch, so Claudia Hiergeist.

Zeitplan ist noch offen 
Der Zeitplan für den Bau hängt einerseits an der Fertigstellung der Landkreis-Turnhalle, andererseits von den Förderzusagen ab. Deshalb werden die Kräne im Schulzentrum so schnell nicht verschwinden. Nach der Generalsanierung der Fichtelgebirgsrealschule laufen derzeit der Neubau der künftigen Fachoberschule und die Generalsanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums. Auf der Zielgeraden befindet sich besagter Neubau der Dreifachsporthalle des Landkreises. 
Perspektivisch ist geplant - so es sich realisieren lässt - die Straße zwischen den Schulen für den Auto- und Busverkehr gesperrt und in eine Begegnungszone umzugestalten. Auch ein Parkhaus ist anstelle des ehemaligen Nettomarktes geplant. Letztlich würde sich das Schulzentrum in einen richtigen Campus entwickeln. 

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